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ABOMINATIONS - by BruView (Germany)

Written by: NapalmDuck, June 29th, 2007

Rating: 6.5/10

Es ist schon ein paar Tage her, dass ich mal bei der Stilbeschreibung einer zu rezensierenden Band wirklich guten Gewissens einfach mal "Deathmetal" setzen konnte. Gerade vor dem Hintergrund der schon seit einigen Jahren anhaltenden Welle von "Brutal", "Technical" oder grindcorelastigen Deathmetals ist es schon erfrischend, Bands wie TYRANT THRONE mal ein Ohr zu leihen; und, ja, den Jordaniern zuzuhören ist durchaus eine unterhaltsame Angelegenheit, aus vielerlei Gründen: ___ Es war zwar überheblich und entlarvte mich als ungerechterweise voreingenommen, aber mit Jordanien hatte ich bisher noch nie "Metal" assoziiert, und überhaupt war meine Erwartung, dass Bands östlich der von Polen nur musikalischen Müll bis extrem schräge Musik fabrizieren würden. Alles Quatsch, wie der interessierte Fan spätestens seit Orphaned Land aus Israel oder Cenotaph aus der Türkei weiß___ TYRANT THRONE für ihren Teil hauen auf ihrer Mini "Abominations" jedenfalls so richtig klassisch auf den Putz. Nicht umsonst haben sie auf die drei eigene Songs, ein Instrumental und ein kurzes Intro umfassende EP noch ein Cover des Cannibal Corpse-Songs "Staring through the eyes of the dead" gepackt. Der Song ist in gewisser Weise auch das heimliche Ziel der Reise, denn die Stücke von TYRANT THRONE ähneln den großen Vorbildern in der zitierten Schaffensphase teils doch enorm. Hier gilt, so möchte man fast sagen: "Gut geklaut ist besser, als schlecht selbst gemacht", denn auch wenn wir die Riffs auf keiner Platte von 'Corpse finden werden: die hämmernden, nie allzu schnellen Blasts und thrashig programmierten Rhythmen, der ein sägende, Morrissound-Charme versprühende Gitarren- sowie der furztrockene, dafür umso kannibalischer wirkende Bass-Sound können nur als respektvolle Verbeugung vor verehrten Vorbildern interpretiert werden. Das macht mir ne Menge Spaß, und dürfte es auch vielen anderen tun. Von daher möchte ich dem interessierten Old-School–Freund die hier besprochene EP „Abominations“ auf jeden Fall ans herz legen. Der kleine Schönheitsfehler, das die CD gerade mal 20 Minuten Spielzeit umfasst soll da nicht allzu sehr ins Gewicht fallen, und so bleiben unterm Strich immer noch gute 6,5 Punkte.

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